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Bewerbung und CV

Vorstellungsgespräch in der Schweiz: Fragen, Tests und Follow-up

Gemäss dem Euro-OPP-Toolkit ist das Vorstellungsgespräch ein Dialog zwischen Interviewer und Kandidat zur Beurteilung der beruflichen Eignung.

So läuft ein Vorstellungsgespräch in der Schweiz ab

Gemäss dem Euro-OPP-Toolkit ist das Vorstellungsgespräch ein Dialog zwischen Interviewer und Kandidat zur Beurteilung der beruflichen Eignung. In der Schweiz ist es Teil eines Auswahlverfahrens, das mit den Bewerbungsunterlagen beginnt: Der Arbeitgeber lädt diejenigen zum Einstellungsgespräch ein, die dem gesuchten Profil entsprechen. Am Ende teilt er die Ergebnisse mit (Parlament, Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer). Für den Kandidaten bedeutet dies, nachzuweisen, dass die im Lebenslauf gemachten Angaben im direkten Vergleich bezüglich Ausbildung, Erfahrungen und Kompetenzen standhalten. Es empfiehlt sich, beim Recruiter nach den nächsten Schritten und den erwarteten Antwortfristen zu fragen.

Die Interiman Group weist darauf hin, dass der erste Eindruck zählt: Man sollte authentisch bleiben und auf Erscheinungsbild, Körperhaltung und nonverbale Kommunikation achten. Eine gute Vorbereitung dient dazu, die Auswahlkriterien zu erfüllen, statt im Gespräch zu improvisieren.

Vorbereitung durch Simulationen und Überprüfung des Lebenslaufs

Die Interiman Group empfiehlt Simulationen laut vor Freunden, Familienmitgliedern oder allein vor dem Spiegel. Wenn möglich, ist die beste Übung, sich filmen zu lassen: Dies hilft, schlechte Angewohnheiten und Verbesserungspotenzial in der Präsentation zu erkennen, auch wenn es nicht immer angenehm ist.

Der Lebenslauf ist das Hauptdokument für die Auswahlverantwortlichen: Eine punktgenaue Durchsicht ermöglicht es zu verstehen, wo Nachfragen erfolgen werden. Für jede unvollständige Ausbildung, jedes Praktikum, jeden Stellenwechsel oder jede Lücke im Lebenslauf sollte eine sachliche Erklärung sowie ein Satz vorbereitet werden, der diese Erfahrung mit den Anforderungen der Stelle verknüpft.

Den Fragen der Auswahlverantwortlichen vorgreifen

Die Interiman Group rät dazu, sich auf Fragen vorzubereiten, die sich aus dem Lebenslauf ergeben können: «Warum haben Sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen?»; «Was haben Sie in diesen verschiedenen Praktika gelernt?»; «Warum gibt es zwischen diesen beiden Berufserfahrungen eine Lücke von mehreren Monaten?»; «Was meinen Sie, wenn Sie sagen, Sie seien ‘proaktiv’? Was bedeutet das konkret für Ihre berufliche Laufbahn?»; «Wie begründen Sie diese Gehaltsvorstellungen?».

Um konkret zu antworten, sollten Fakten, Daten, Rollen und Ergebnisse rekonstruiert werden; bei Begriffen wie «proaktiv» sollte das Adjektiv durch eine überprüfbare Episode ersetzt werden: Was wurde getan, in welchem Kontext und mit welchem Ergebnis? Die Interiman Group fügt hinzu, dass die Vorbereitung auf alle Eventualitäten hilft, nicht vom Stress überwältigt zu werden, und dass diese Fragen Interesse am Hintergrund des Kandidaten zeigen.

Kleidung, Körperhaltung und nonverbale Kommunikation

Die Interiman Group empfiehlt eine angemessene Kleidung, die Professionalität ausstrahlt, ohne übertrieben zu wirken. Entscheidend sind Körperhaltung und nonverbale Kommunikation: Aufrecht sitzen, den Gesprächspartner offen ansehen, klar und deutlich sprechen. Das Selbstvertrauen, das während des Gesprächs gezeigt wird, kann den Ausschlag geben.

Dies ist nicht der Zeitpunkt für Experimente: Besser verzichtet man auf zu informelle oder experimentelle Entscheidungen wie grünen Eyeliner oder T-Shirts mit ausgefallenen Aufdrucken und bevorzugt einen eleganten und schlichten Look, der einem selbst Sicherheit gibt und den Kandidaten angemessen repräsentiert.

Zuhören und Redezeiten respektieren

Die Interiman Group beobachtet, dass man während eines Gesprächs oft versucht ist, weit über die eigene Karriere auszuschweifen, um keine Anekdote oder wichtige Tatsache zu vergessen. Das ist normal, doch man darf nicht vergessen, dem Interviewer Raum zu lassen. Präzise Antworten, Pausen und aktives Zuhören vermitteln Professionalität und Respekt vor der Zeit des anderen.

Eine nützliche Technik ist es, zuerst die gestellte Frage zu beantworten und dann nur ein unterstützendes Detail hinzuzufügen; wenn der Auswahlverantwortliche vertiefende Fragen hat, wird er diese stellen. Nach einer langen Antwort sollte man den Faden mit einer Zusammenfassung wieder aufnehmen und das Wort an den Gesprächspartner zurückgeben.

Haltung und zu vermeidende Fehler

Der Joblog von Manpower nennt als zentrale Themen eines Vorstellungsgesprächs in der Schweiz die Erwartungen der Recruiter, die Präsentation, die Haltung und die zu vermeidenden Fehler. Die erwartete Haltung ist diejenige einer Person, die ihren Werdegang beherrscht und konkrete Beispiele nennen kann.

Bei Zuzug aus dem Ausland: Sprache und Konkurrenz

Für Personen, die aus dem Ausland zuziehen, fasst ein Beitrag auf r/askswitzerland die Konkurrenzsituation so zusammen: Man muss einfach besser und erfahrener in der Branche sein als alle anderen Schweizer und EU-Kandidaten und mindestens eine der Landessprachen sprechen. Die Landessprache ist daher eine Voraussetzung, die bereits bei der Bewerbung einkalkuliert werden muss.

Um wettbewerbsfähig zu sein, sollten Erfahrung und spezifische Kompetenzen hervorgehoben werden, die auf dem lokalen Markt schwer zu finden sind, und diese im Lebenslauf und im Gespräch mit konkreten Beispielen dokumentiert werden.

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